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Mikrohybrid-Komposite im CAD/CAM-Alltag: Eine echte Alternative in der Verblendtechnik

Quelle: Diese Restaurationen wurden erstellt von ZT Florian Roth, Hennef.

Quelle: Diese Restaurationen wurden erstellt von ZT Florian Roth, Hennef.

Mikrohybrid-Komposite im CAD/CAM-Alltag: Eine echte Alternative in der Verblendtechnik

Zwischen digitaler Effizienz und ästhetischem Anspruch stellt sich im Laboralltag die Frage nach der passenden Verblendstrategie. Mikrohybrid-Komposite werden oft als Alternative zur Keramikverblendung diskutiert, insbesondere bei CAD/CAM-gefertigten Monolayer-Restaurationen, Provisorien oder Kombi-Prothesen. Doch wo konkret liegen ihre spezifischen Stärken?

Digitale Effizienz hat ihren Preis und der zeigt sich oft in der Ästhetik. CAD/CAM-Fräsen und 3D-Druck haben den Laboralltag effizienter, planbarer und reproduzierbarer gemacht. Monolithische Zirkonoxid-Restaurationen, gefräste PMMA-Strukturen oder gedruckte Objekte – funktional und stabil, ästhetisch jedoch oft limitiert. Farbnuancen, Tiefenwirkung und Oberflächencharakteristika lassen sich rein digital meist nur begrenzt abbilden. Für eine individuelle Note ist die Verblendung häufig unverzichtbar.

Verblendkomposit und Verblendkeramik: Unterschiedliche Stärken, unterschiedliche Rollen

Als Königsdisziplin gilt die keramische Verblendung. Viele moderne Keramiksysteme haben sich digitalen Workflows angepasst. Parallel dazu gewinnen moderne lichthärtende Verblendkomposite an Bedeutung. Mikrohybrid-Komposite wie CERAMAGE und CERAMAGE UP erweitern das zahntechnische Spektrum um eine pragmatische Option für die Finalisierung.

Mit CERAMAGE und CERAMAGE UP  wird das CAD/CAM-Gerüst nicht einfach verblendet – es wird vollendet.

Komposit-Verblendungen: typische Einsatzbereiche
Mikrohybrid-Komposite wie CERAMAGE und CERAMAGE UP bewähren sich insbesondere dort, wo digitale Fertigung auf den Wunsch nach individueller Finalisierung trifft:

  • Gerüste, z. B. aus NEM-Legierungen
  • Provisorien aus 3D-Druck-Resinen oder gefrästen PMMA-Blanks
  • definitive Restaurationen aus Zirkonoxid oder PMMA
  • herausnehmbarer Zahnersatz mit individuell gestalteter Gingiva
Komposit ist kein Ersatz für Keramik, sondern steht für die Freiheit, digital gefertigte Strukturen auf überschaubarem, wirtschaftlichem Weg zu individualisieren.

Werkstoffkundlich eingeordnet: Mikrohybrid-Komposit

Der Begriff „Mikrohybrid“ beschreibt einen ausgeklügelten Materialaufbau: unterschiedlich große keramische Füllstoffe sind in eine polymere Matrix eingebettet. Während mikrofeine Partikel das Licht sanft streuen und für natürliche Opaleszenz sowie homogene Oberflächen sorgen, stehen die größeren Füllkörper für mechanische Belastbarkeit. CERAMAGE setzt dieses Prinzip konsequent um. Das Komposit bietet formstabile Modellierbarkeit, gute Polierbarkeit und eine Balance zwischen Festigkeit und Elastizität.

Ob einzeln oder in Kombination

CERAMAGE und CERAMAGE UP sind zwei lichthärtende Mikrohybrid-Komposite, die unterschiedliche Applikations- und Modellieransätze ermöglichen. Beide Verblendsysteme basieren auf einem strukturierten Schichtkonzept mit aufeinander abgestimmten Massen und bieten ein hohes Maß an gestalterischer Freiheit. Die thixotrope Konsistenz erlaubt ein nahezu künstlerisches Arbeiten mit der Form, ohne die Kontrolle über Schichtstärken und Übergänge zu verlieren.

CERAMAGE wird spatelbar verarbeitet und eignet sich für den strukturierten ästhetischen Aufbau sowie die individuelle Schichtung. CERAMAGE UP ist ein gebrauchsfertiges, niedrigviskoses Mikrohybrid-Komposit und kann direkt aus dem Dispenser appliziert werden. Die fließfähigen, dennoch kontrollierbaren Massen lassen sich frei modellieren, konturieren und untereinander kombinieren – auch in Verbindung mit klassischer Schichttechnik.

Einfach oder in Kombination angewendet, decken CERAMAGE und CERAMAGE UP ein breites Indikationsspektrum ab – von ästhetisch anspruchsvollen Front- und Seitenzahnrestaurationen bis hin zu provisorischen Versorgungen. Beide Materialien ergänzen sich innerhalb des Systems und eröffnen unterschiedliche Wege der zahntechnischen Umsetzung im digitalen Laboralltag.

Mit dem transparenten Silikonmaterial ClearForm X  wird zudem ein weiterer Workflow-Baustein verfügbar: Die Kombination aus digital vorbereiteter Morphologie, transparentem Silikonschlüssel und CERAMAGE UP ermöglicht eine extraorale Umsetzung formgeführter Injektionstechniken im Labor – als Ergänzung zu etablierten Modellations- und Schichtkonzepten.

Vielseitig einsetzbar:

Beide Materialien ergänzen sich innerhalb des Systems: CERAMAGE für den strukturierten, ästhetischen Aufbau und die individuelle Schichtung, CERAMAGE UP für ein noch individuelleres Erscheinungsbild der Front- und Seitenzahnrestaurationen.

Mikrohybrid-Komposite im digitalen Workflow

Ein wesentlicher Vorteil von Verblendkompositen liegt im Verzicht auf thermische Prozesse. Spannungen, wie sie bei keramischen Verblendungen – insbesondere auf Zirkonoxid – auftreten können, spielen kaum eine Rolle. Zudem lassen sich Farbwirkung, Transluzenz und Oberflächencharakter beim Verblenden beurteilen und anpassen.

Auch in Bezug auf die Oberfläche zeigen Mikrohybrid-Komposite ihre Stärken. Sie lassen sich effizient mit Dura-Polish (für die Vorpolitur und Politur) und Dura-Polish DIA (für die Hochglanzpolitur) polieren und erreichen eine dichte Oberfläche mit geringer Plaqueanlagerung. Hinzu kommt die Reparatur- und Erweiterungsfähigkeit.

Praxisrelevante Vorteile auf einen Blick

  • Reparaturfreundlichkeit: Korrekturen und Ergänzungen sind problemlos möglich.
  • Gestaltungsspielraum: ästhetisches Finetuning durch Schicht- oder Maltechnik.
  • Zeit- und Kosteneffizienz: kein Ofen, keine Brände, keine Wartezeiten.
  • Risikominimierung: keine thermische Belastung des Gerüsts.
 Ein echter Sicherheitsanker: Muss eine Restauration später angepasst werden, lässt sich ein Mikrohybrid-Komposit ohne aufwendige Vorbereitung modular erweitern.

Oberflächenfinish durch temporäre Versiegelung

Gerade bei polymerbasierten Restaurationen wie Provisorien oder temporären Versorgungen spielt das Oberflächenfinish eine wichtige Rolle.

Hier ist das temporäre Versiegelungsmaterial SHOFU RESIN GLAZE hilfreich. Das lichthärtende Material lässt sich wie ein hauchfeiner Mantel über die Restauration legen und bildet eine glatte, glänzende Schutzschicht. Ergebnis ist eine temporäre Versiegelung, die Abrieb, Verfärbungen und Plaqueanlagerung deutlich reduziert.

 

Temporäre Versiegelung u. a. für Konfektionszähne, acrylatbasierte Prothesenbasismaterialien, PMMA- und hybridkeramische CAD/CAM-Werkstoffe, indirekte Komposite.

„CERAMAGE meets digital“: Digitale Effizienz trifft handwerkliche Handschrift

Das Mikrohybrid-Komposit CERAMAGE ist keine Konkurrenz zur Keramik, sondern eine pragmatische Ergänzung. Es schließt im Laboralltag die Lücke zwischen digitaler Fertigung und individueller Ästhetik. Ob gedruckte Provisorien, komplexe Kombi-Prothesen oder monolithische Zirkonoxid-Restaurationen – CERAMAGE ermöglicht es, digitale Effizienz mit handwerklicher Gestaltungsfreiheit zu verbinden. Doch auch wenn Technologien und Werkstoffe neue Wege eröffnen, bleibt eines unverzichtbar: der Blick fürs Detail, das Gespür für Form und Farbe und jene handwerkliche Kompetenz, die den zahntechnischen Beruf ausmacht und Zahnersatz seine besondere, individuelle Qualität verleiht.

Verarbeitungstechniken von Mikrohybrid-Kompositen. CERAMAGE…

Quelle: Die Restaurationen inkl. Zeichnungen für „CERAMAGE meets digital“ wurden erstellt von ZT Inga Potoczna, Saarbrücken/Güdingen.

Haftverbund: Schlüssel zum Erfolg

Ob analog oder digital – der Verbund zwischen Gerüst und Komposit ist ein wichtiger Baustein für die Langlebigkeit einer Restauration. Je nach Gerüstwerkstoff kommen unterschiedliche Strategien zum Einsatz:

  • Metalllegierungen (z. B. NEM): mechanische Retention durch gezielte Oberflächenvorbehandlung (Sandstrahlen, Retentionsperlen etc.)
  • Kunststoffe und Keramiken: chemischer Haftverbund, z. B. über Silane, Adhäsive oder Primer

Besonderes Augenmerk gilt Zirkonoxid. Der Werkstoff gilt als anspruchsvoll – nicht zuletzt aufgrund der thermischen Verarbeitungsprozesse. Lichthärtende Mikrohybrid-Komposite wie CERAMAGE bieten hier einen alternativen Ansatz: Die Verblendung erfolgt ohne Brennvorgang und mit zuverlässigem Haftverbund.

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Mehr Informationen

 

Farbcharakterisierung: Lichthärtende LITE ART Pastenmalfarben


Ob klassische Kompositverblendungen, Langzeitprovisorien oder konfektionierte Zähne: LITE ART Pastenmalfarben eignen sich für die gezielte Individualisierung unterschiedlicher Versorgungen. Beim Auftragen punkten sie durch ihre mikrofeine Partikelstruktur, homogene Konsistenz und hohe Deckkraft – selbst bei dünnen Schichtstärken.

Feine Akzente lassen sich durch das einfache Überschichten der polymerisierten Malfarben mit Inzisal- oder Transluzenzmassen setzen.

 

 


 

Digitale Fertigung, moderne Werkstoffe und strukturierte Workflows prägen den heutigen Laboralltag. Dabei verbinden sich Materialkompetenz, digitale Planung und handwerkliches Feingefühl. Mikrohybrid-Komposite fügen sich in dieses Umfeld als sinnvolle Ergänzung ein.

Mit der freundlichen Unterstützung von Annett Kieschnick, Freie Fachjournalistin

 


 

Downloads

Broschüre - CERAMAGE meets digital

 


 

Anwendungsvideos